Selbstmanagement-Trainings für Jugendliche und junge Erwachsene

Gewaltdelinquenz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist nichts Neues, sondern aus allen Zeiten, Gesellschaften und Ländern bekannt. Gewaltdelinquenz spielt sich oft im normalen Alltag ab und stellt Fachleute aller Sparten vor Probleme, die nur in einem gemeinsamen Ansatz zu lösen sind. Die Bedeutung der Rückfallprävention wächst seit Jahren. Jugendliche mit auffälligem und problematischem Verhalten brauchen individuell abgestimmte Massnahmen, die ihrer Gesamtentwicklung nachhaltig Rechnung tragen und das Umfeld mit einbeziehen.

forio bietet für gewalttätige junge Männer und Frauen effiziente, neu entwickelte Trainings an: smt-r und smt-o. Sie stützen sich auf wissenschaftliche Standards ab und entsprechen in ihrer Eigenheit dem bewährten Stil und der überprüften Methodik der Gruppenpsychotherapien des forio.

  • smt-r richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die straffällig geworden oder bei denen umschriebene Vorfälle aktenkundig sind.
  • smt-o ist ein präventiv ausgerichtetes Programm für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer umschriebenen Problematik im Bereich Gewalt und Aggression, bei denen ein erhöhtes Risiko für Gewaltdelikte besteht.

Behandlungsprogramm

Bei den forio-Behandlungen handelt es sich um deliktorientierte, kognitiv-verhaltenstherapeutische
Trainings mit gruppenpsychotherapeutischem Hintergrund. Die Trainingsgruppen mit höchstens fünf Teilnehmern werden von zwei erfahrenen Therapeuten geleitet, einer Frau und einem Mann. Die Trainings umfassen insgesamt 40 klar strukturierte Einheiten. Die Behandlung dauert insgesamt etwa ein bis eineinhalb Jahre.

Voraussetzungen zur Teilnahme

Zur Teilnahme an den Trainings ist eine jugendstrafrechtliche oder vormundschaftliche Zuweisung Bedingung. Die Teilnehmer müssen ihre problematischen Verhaltensweisen oder Delikte mindestens teilweise eingestehen. Die Kooperation des Umfeldes (Familie, Pflegefamilie, Schule, Arbeitsplatz) ist zwingend. Vor der Teilnahme ist eine Indikationsabklärung (zwei bis vier Untersuchungstermine)
notwendig. Vor Trainingsbeginn wird mit allen Beteiligten eine schriftliche Behandlungsvereinbarung getroffen, in der die Rahmenbedingungen sowie die generellen und die individuellen Behandlungsziele festgelegt sind. Die zuweisende Behörde wird schriftlich über die Resultate orientiert.

Eltern und Schule

Für die Eltern oder Pflegeeltern wird begleitend zum Training der Jugendlichen ein Angebot gemacht, damit sie einerseits den Entwicklungsprozess der Jugendlichen nachvollziehen können und andererseits ihre erzieherischen Fertigkeiten zum Umgang mit dem Problemverhalten auf- und ausbauen können. Lehrkräfte und Lehrmeister werden ebenfalls in die Behandlung miteinbezogen und zwar individuell und in Absprache mit den Erziehungsverantwortlichen und den zuweisenden Instanzen.

Kosten

Die Gruppenpsychotherapien werden mit einem festgesetzten Betrag pro Sitzung transparent und nachvollziehbar in Rechnung gestellt. Zusätzliche Leistungen (Standortgespräche, Kriseninterventionen, Zwischen- und Abschlussberichte, Reisekosten) werden separat verrechnet, verpasste Sitzungen werden ebenfalls verrechnet. Gerne informiert forio Sie unverbindlich und kostenlos zu den Inhalten der Therapie.

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