ERASOR und J-SOAP

ERASOR - Der Estimate of Risk of Adolescent Sexual Offense Recidivism (ERASOR), von James Worling und Tracey Curwen am Family Education & Treatment (SAFE-T) Program, Toronto, Kanada.

In den USA und Kanada gibt es zahlreiche Checklisten zur Behandlung des Rückfallrisikos jugendlicher sexueller Misshandler. Meist handelt es sich um Sammlungen einzelner Therapeuten oder Kliniken, die im Laufe der Jahre aufgrund eigener Erfahrungen zusammengestellt wurden. ERASOR und J-SOAP unterscheiden sich von diesen individuellen Sammlungen insofern, als ihre Autoren den aktuell verfügbaren Wissensstand gesichtet und eine Sammlung von sehr gut operationalisierten Kriterien zusammengestellt haben.

Der ERASOR erfasst dabei sehr spezifisch das Risiko für sexuelle Wiederholungstaten, der J-SOAP noch stärker allgemeine Dissozialität. Beide Verfahren wurden von Matthias Schmelzle, Leitender Arzt am Zentrum für Kind, Jugend und Familie, mit Einverständnis der Autoren ins Deutsche übersetzt und können hier als pdf-Dateien kostenlos heruntergeladen werden.

Wir weisen darauf hin, dass weder forio noch der Übersetzer für die Verantwortung für die Anwendung dieser beiden Instrumente übernehmen kann. Die Instrumente ersetzen in keiner Weise die fachliche Erfahrung und sind nicht als breit anwendbare Checklisten für Laien oder im Feld nicht spezifisch ausgebildete Personen zu verstehen. Wir bieten wir Weiterbildungen an, die speziell auf den Kenntnisstand und die Bedürfnisse Ihrer Institution zugeschnitten werden.

Mailen Sie uns unter info@forio.ch, wir nehmen gerne Kontakt auf, um Näheres mit Ihnen zu besprechen.

Da beide Verfahren im deutschsprachigen Raum in Erprobung sind, sind Sie gerne eingeladen, an der wissenschaftlichen Evaluation der beiden Verfahren teilzunehmen, die wir in Zusammenarbeit mit den Universitäten Konstanz und Bern durchführen.

Sie können zur Weiterentwicklung der Verfahren beitragen, wenn Sie uns Ihre Auswertungsbögen zusammen mit einer Basisdokumentation (Arbeitsaufwand ca. 10 min. bei guter Kenntnis des Falles) zurücksenden. Sie werden dann über die Forschungsergebnisse auf dem Laufenden gehalten. Dies macht vor allem Sinn, wenn Sie über eine gewisse Erfahrung auf dem Gebiet verfügen, mehr als 5 - 10 Jugendliche im Jahr beurteilen und alle durchgeführten Checklisten Ihrer Einrichtung in die Untersuchung einfliessen. Kontakt über info@forio.ch