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Porno

alles Porno oder was?

Indikation und Zielsetzung

Dieses Lernprogramm richtet sich an Jugendliche, die ein problematisches Verhalten durch den Konsum von Internetpornografie zeigen. Die Zielsetzung des Lernprogramms besteht darin, den Jugendlichen im Sinne gezielter Psychoedukation die problematischen Auswirkungen des Konsums von Internetpornografie auf die eigene Wahrnehmung und das eigene Sexualverhalten aufzuzeigen und sie bei der Bewältigung altersentsprechender Entwicklungsaufgaben im Bereich der Sexualität zu unterstützen. Die Inhalte dieses Lernprogramms sind für Jugendliche ausgerichtet, die Internetpornografie konsumieren und in ihrer sexuellen Entwicklung darin beeinträchtigt werden. Typische Teilnehmende dieses Lernprogramms weisen eine Vorgeschichte in einem oder mehreren der folgenden Problembereiche auf: Häufiger, oft täglicher Konsum sexueller Inhalte im Internet, übermässige Beschäftigung mit Sexualität, Konsum problematischer und/oder verbotener sexueller Inhalte im Internet (Gewalt, Tiere, Kinder), hoher Leidensdruck oder Unsicherheit in Bezug auf die eigene Sexualität, Mangel an Selbstvertrauen und/oder Sozialkompetenz bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben im Bereich Sexualität, Bagatellisierungstendenz in Bezug auf den eigenen Pornografiekonsum bei gleichzeitig geringer Fähigkeit den Konsum zu kontrollieren, Verherrlichung und/oder Akzeptanz sexueller Gewalt.

Die Module
Das Lernprogramm besteht aus 6 Modulen und 2 Vertiefungsmodulen:

  • Modul 1: Meine Ziele, Grenzen und Regeln
  • Modul 2: Sexualität im Internet: Was ist erlaubt?
  • Modul 3: Pornografie und ihre Auswirkungen beim Betrachter
  • Modul 4: Mein Weg zum Konsum
  • Modul 5: Perspektivenwechsel: Sicht der Anderen
  • Modul 6: Mein Risikomanagement und Notfallplan

Vertiefungsmodule

  • Modul 7: Meine Erfahrungen, meine Perspektiven
  • Modul 8: Lessons learned und Anpassungen

Aufnahmeprocedere

Die Zuweisung erfolgt über Institutionen oder Behörden, welche die Verbindlichkeit der Intervention gewährleistet. Die Teilnehmenden müssen ambulant behandelbar sein und minimale verbale Fertigkeiten vorweisen. Nach der Abklärung durch forio wird mit allen Beteiligten eine schriftliche Behandlungsvereinbarung getroffen, in der die allgemeinen und individuellen Behandlungsziele sowie die Gruppenregeln festgelegt werden.

Vorgehen

  • Telefonische Rücksprache mit forio und Anmeldung zum Lernprogramm
  • Absprache bezüglich der individuell notwendigen vorgängigen Abklärungen
  • Vertragsgespräch mit dem Jugendlichen und allen involvierten Bezugspersonen zur Klärung der allgemeinen und individuellen Behandlungsziele sowie Unterzeichnung der Interventionsvereinbarung
  • Individuelle Planung des Einstiegs in das Lernprogramm