Portrait

Das Forensische Institut Ostschweiz ist ein unabhängiges Institut, das sich seit 2003 mit sämtlichen forensisch-psychologischen und psychiatrischen Fragestellungen befasst. Mit dem Ziel «Missbrauch verhindern – Veränderung fördern» setzt es sich schwergewichtig für angemessene und wirksame Behandlungsmethoden delinquenter Minderjähriger und Erwachsener ein. Darunter fallen straf- und zivilrechtliche Begutachtungen, qualifizierte und spezialisierte Behandlungen im ambulanten wie stationären Setting und Interventionsangebote im Bereich des Bedrohungsmanagements sowie der häuslichen Gewalt.

Ferner befasst sich das Forensische Institut Ostschweiz mit Forschungsthemen rund um grenzverletzendes Verhalten, Gewalt, Täter-Opfer-Dynamik, Prävalenz von sexueller Gewalt, Qualitätssicherung, Rückfallprophylaxe und Prognose von Straftaten. Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die Fachbegleitung von Inhouse-Gruppen bei Institutionen und die internationale Mitwirkung an Expertenberichten. forio beschäftigt ein Team ausgewiesener FSP-Psychologinnen und -Psychologen.

Im Bereich der Aus- und Weiterbildung legt das Forensische Institut Ostschweiz in Kooperation mit der Berner Fachhochschule aktuell vier CAS „Opfergerechte Täterarbeit" auf und führt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung DGfPI e.V. zwei Module im CAS-Format zum selben Thema durch.

Für eine erfolgreiche und stabile Integration ist das interdisziplinäre Wirken der Forensik unabdingbar. Straffällige Personen sind nicht nur im Kontext ihrer Taten, sondern auch in der psychischen, familiären, sozialen und schulischen Einbettung zu erfassen und zu behandeln. Wichtige Partner dafür sind Erziehungsberechtigte, Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden, Schulen sowie für den strafrechtlichen Bereich die Jugendstrafverfolgungsbehörden und Staatsanwaltschaften. Die individuelle Abstimmung aller Partner zu einem effektiven Paket ist die Grundlage zum Erfolg.